Designerin

Schon seit meiner Kindheit fühlte ich mich von Schönheit, Stoffen, Licht, Bewegung und harmonischen Formen angezogen. Ich habe es immer geliebt, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen: zu nähen, zu zeichnen, Farben und Texturen zu kombinieren. Schon damals zog es mich in die Welt der Mode und der Kunst. Viele meiner Freunde waren überzeugt, dass ich mein Leben der Malerei widmen würde, und bei einigen hängen bis heute meine Bilder.
Doch oft im Leben hören wir in unserer Jugend mehr auf andere als auf uns selbst – auf die Eltern, ihre Meinung, ihre Ratschläge, auch wenn das Herz in eine andere Richtung ruft. So wählte auch ich einen stabilen, rationalen Beruf als Programmiererin, obwohl ich innerlich immer von der Welt der Mode, von Kreativität und Schönheit träumte.
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich dem Ruf meiner Seele folgen muss, nicht den Erwartungen anderer. Ich erkannte, dass ich Logik und Gefühl, Präzision und Inspiration verbinden und meinen eigenen Weg gestalten kann.
Vielleicht wurde ich keine klassische Malerin, aber das Gefühl für das Schöne lebte immer in mir. Es hat nur eine andere Form angenommen. Heute drücke ich mich durch die Kleider von MATSOUR’I aus – sie sind meine lebendige Leinwand, mein Mittel, Licht, Bewegung und Emotion in jeder Linie, jeder Naht und jedem Detail zu vermitteln.
Alles beginnt mit einer Stimmung. Manchmal ist es eine Erinnerung, Musik, Farbe, der Wind, oder das Bild einer Frau, die ich mir vorstelle. Ich wähle die Stoffe: Seide, Jacquard, französisches Netz, Stickereien und allmählich entsteht eine Geschichte. Jedes Kleid empfinde ich als lebendigen Organismus, in dem Stoff und Form gemeinsam atmen.
Ich jage nicht Trends hinterher. Wenn in einer Saison bestimmte Farben oder Silhouetten populär werden, folge ich ihnen nicht. Ich erschaffe das, was ich fühle. Für mich ist Mode kein Spiegel aktueller Trends, sondern ein Spiegel des inneren Zustands. Ich kreiere meine eigene Welt, meine Ästhetik, meine Richtung.
Und natürlich beginnt alles mit dem Stoff. Ich muss ihn sehen, berühren, seine Temperatur, seine Textur und seine Energie spüren. Erst wenn ich seinen Charakter verstehe, entsteht das Kleid. Ich kann nichts erschaffen, ohne den Stoff zu fühlen; der Stoff zeigt mir Form, Bewegung und sogar die Stimmung des zukünftigen Looks.